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Seen and Unseen: Sufisches Leben in Frankfurt – Zuhören, Präsenz und Gemeinschaft im zeitgenössischen Deutschland

Fotoausstellung: 16. – 22. Oktober 2026
Römerhalle Frankfurt · Römerberg 23 · 60311 Frankfurt am Main
Kuratiert von Negah Angha

Der MTO Sufi Verband e.V. präsentiert Seen and Unseen: Sufisches Leben in Frankfurt — eine fotografische und ethnografische Ausstellung, die den Sufismus als gelebte Praxis im zeitgenössischen Deutschland erkundet. Die Ausstellung findet vom 16. bis 22. Oktober 2026 in der Römerhalle Frankfurt statt und konzentriert sich auf die MTO Shahmaghsoudi Schule des islamischen Sufismus in Frankfurt, während sie die Gemeinschaft in einen breiteren deutschen Kontext einbettet.

Kuratiert von Negah Angha — Wissenschaftlerin, Kuratorin, Fotografin und Praxis Fellow 2026 der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) an der Goethe-Universität Frankfurt — entstand die Ausstellung aus ihrer kontinuierlichen akademischen und fotografischen Auseinandersetzung mit der MTO Shahmaghsoudi Gemeinschaft, beginnend mit ihrer Doktorarbeit am King’s College London.

Die Fotografien richten ihren Blick auf Ritual, Zuhören, Dienst, Gastfreundschaft und das alltägliche Gemeinschaftsleben. Sie bewegen sich zwischen dem Sichtbaren und dem, was jenseits des Bildrahmens bleibt: Körper, Gesten, Räume, Rhythmen, Atmosphären und Schwellen — sowie die innere Arbeit der Erinnerung, Aufmerksamkeit und ethischen Selbstkultivierung, die die Fotografie nicht vollständig erfassen kann.

Die Fotografie kann Körper, Gesten, Räume und Licht zeigen, aber sie kann die innere Arbeit des Erinnerns, Zuhörens und der ethischen Kultivierung nicht vollständig wiedergeben. Die Ausstellung lädt die Besucher ein, in dieser Spannung zwischen dem Sichtbaren und dem nur Annäherbaren zu verweilen“, betont Negah Angha.

Über das Standbild hinaus umfasst die Ausstellung immersive und partizipative Elemente: eine VR-Installation, die Besucher in die räumliche und klangliche Umgebung eines Dhikr-Zusammenkommens eintauchen lässt, eine Bewegtbildpräsentation von Samāʿ sowie geführte Tamarkoz®-Konzentrations- und Meditationssitzungen über kabellose Kopfhörer zu festgelegten Zeiten. Diese Elemente erschließen die zeitlichen, klanglichen, körperlichen und kontemplativen Dimensionen sufischer Praxis, die die Fotografie evozieren, aber nicht vollständig erfassen kann.

Ergänzt wird das Begleitprogramm durch kostenfreie Daf- und Samāʿ-Darbietungen mit Zendeh Delan Ensemble, die den Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Zugang zur musikalischen und gemeinschaftlichen Dimension der sufischen Tradition eröffnen. Die Sessions finden voraussichtlich zu folgenden Zeiten statt:

Freitag, 16. Oktober: ca. 13:00 Uhr und 16:00 Uhr
Samstag, 17. Oktober: ca. 10:00 Uhr, 13:00 Uhr und 16:00 Uhr
Sonntag, 18. Oktober: ca. 10:00 Uhr, 13:00 Uhr und 16:00 Uhr

Neben Anghas eigenen Fotografien zeigt die Ausstellung Werke von Aram Norouzi und Mehdi Varvani und erweitert damit die visuelle Sprache durch räumliche, atmosphärische, dokumentarische und cineastische Ansätze.

Die Ausstellung entfaltet sich entlang vier Themen:

  • Ritual und verkörperte Praxis
  • Zugehörigkeit
  • Dienst als Praxis — Khedmat
  • Das Dazwischen

Ein begleitender zweisprachiger Katalog erweitert die visuelle Erzählung durch Essays von Dr. Payam Yousefi und Dr. William Rory Dickson über Zuhören, verkörperte Praxis, Diaspora, Weitergabe und Zugehörigkeit. Gerahmt wird die Publikation von Vorworten des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, sowie von Prof. Dr. Bekim Agai. Ihre Beiträge eröffnen zusätzliche Perspektiven auf die Fragen kultureller Erinnerung, gesellschaftlicher Teilhabe und des Zusammenlebens in einer vielstimmigen Gegenwart. 

Die Ausstellung und der Katalog sind Teil eines umfassenderen Programms des kulturellen Austauschs und der öffentlichen Begegnung des MTO Sufi Verband e.V. Das Programm umfasst auch Sufi-Dialoge, interreligiöse Begegnungen sowie öffentliche Gespräche über den Sufismus als gelebte Praxis und seinen Platz in der zeitgenössischen deutschen Gesellschaft.

Öffentliche Ausstellung
Freitag, 16. Oktober: 13:00 – 17:00 Uhr
17. – 21. Oktober: 10:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag, 22. Oktober: 10:00 – 13:00 Uhr
Freier Eintritt
Ein kostenloser zweisprachiger Ausstellungskatalog ist vor Ort erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Besondere Veranstaltungen — Auf Einladung
▸ Vernissage · Donnerstag, 15. Oktober 2026 · 18:00 – 20:30 Uhr
▸ Akademischer Round Table · Freitag, 16. Oktober 2026 · 10:00 – 12:00 Uhr · In Zusammenarbeit mit der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG), Goethe-Universität Frankfurt
▸ Finissage · Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 17:30 – 20:30 Uhr · Auf Einladung

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich zur Pressevorbesichtigung am 15. Oktober 2026 um 16:30 Uhr eingeladen. Gemeinsam mit der Kuratorin erhalten sie Einblicke in das Ausstellungskonzept und die Hintergründe der Ausstellung. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Interviews.

Zur Kuratorin
Negah Angha ist Wissenschaftlerin, Kuratorin, Fotografin und außenpolitische Expertin, deren Arbeit visuelles Erzählen, gelebte Religion, Friedensarbeit und öffentlich wirksame Wissenschaft verbindet. Sie verfügt über fast zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Beratung hochrangiger US-Regierungsführung zu Außenpolitik, strategischer Kommunikation und internationaler Sicherheit. Ihre akademische Arbeit konzentriert sich auf Sufismus, ethische Selbstkultivierung und Friedensarbeit. Sie war Stipendiatin des Atlantic Council, des Woodrow Wilson Center, des Harvard University’s Institute of Politics, des King’s College London und der AIWG an der Goethe-Universität Frankfurt.

Über MTO Sufi Verband e.V.
Der MTO Sufi Verband e.V. ist Teil der MTO Shahmaghsoudi Schule des islamischen Sufismus in Deutschland — ein gemeinnütziger Verein, der kulturelle, bildungsbezogene und interreligiöse Initiativen rund um sufisches Leben und sufische Praxis in Deutschland unterstützt. Im Jahr 2022 wurde der MTO Shahmaghsoudi Schule der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) in Nordrhein-Westfalen verliehen — eine der wenigen muslimischen Organisationen in Deutschland mit dieser Anerkennung.

Pressemeldung als PDF herunterladen.

Präsentiert von
MTO Sufi Verband e.V.

Gefördert von
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur
Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt am Main

Akademischer Partner
Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG), Goethe-Universität Frankfurt
MTO Sufi Verband e.V.

Pressekontakt
MTO Sufi Verband e.V.
Dr. Galia Diez
0173-3253543
presse@mto.org


Ausstellungsinformationen: www.negahangha.com/seen-and-unseen

Weiteres Bildmaterial auf Anfrage erhältlich. Bildunterschriften, Fotografennachweise und Nutzungsbedingungen werden mit den Dateien geliefert.

Fotografien von Negah Angha, Aram Norouzi und Mehdi Varvani.

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